Bayerischer Städtetag:
Wappenstele der kreisfreien Städte für die
Bayerische Landesvertretung in Berlin

Der Bayerische Städtetag, eine Körperschaft des öffentlichen Rechts, tritt als Anwalt der Städte und Gemeinden gegenüber Parlament und Staatsregierung für die Wahrung der kommunalen Selbstverwaltung ein und vertritt die Belange der Städte gegenüber der Wirtschaft und anderen Interessengruppen. Für die ständige Landesvertretung in Berlin Mitte, in der der Städtetag regelmäßig zusammentritt, sollte ein markantes Symbol geschaffen werden, das die 25 kreisfreien Städte in Bayern mit Städtenamen und Wappen repräsentiert. Die Künstlerin Rosemarie Zacher und wir erhielten gemeinsam mit Formforscher Design/Peter Waller als Projektteam den Auftrag für Konzepterstellung, Entwurf und die anschließende Ausführung.

Projektumfang: Konzeptentwicklung, Entwurf, Realisation/Produktion
Projektdetails: Bestandteil der Aufgabenstellung war nicht nur der künstlerische Entwurf des Repräsentationselements, sondern auch die Vorgabe, es transportabel zu gestalten, da in den Räumlichkeiten kein fester Aufstellungsort vorgesehen war. Das Objekt soll nur zu den Terminen, an denen die kreisfreien Städte tagen, in der Eingangshalle mit dem Treppenaufgang gezeigt werden. Diese Vorgaben beschränkten die Umsetzung auf ein Format und Gewicht, das von zwei Arbeitskräften mithilfe einer Sackkarre bewegt werden kann. Aufgrund fehlender Stromversorgung schied auch eine multimediale Lösung aus. Also entwickelten wir ein konventionelles Stelenkunstwerk, das mit einer metallenen Bronzehaut und kontrastierenden, goldglänzenden Messingakzenten auf vier Seiten die kreisfreien Städte präsentiert. Der Clou: eine quasi interaktive Darstellung von Schrift und Grafik – ein Hologrammdruck ermöglicht durch leichten Perspektivwechsel der Betrachtenden ein Vexierspiel zwischen Schrift- und Wappendarstellung. Alles in allem gelang es, durch eine raffinierte Konstruktion das Gesamtgewicht bei einer Höhe von 2,2 m auf 120 kg zu beschränken – was man der äußerlich wuchtigen Metallstele nicht ansieht. Bei einem festlichen Akt wurde die Stele offiziell vom Vizepräsidenten des Deutschen Städtetags, Ulrich Maly, und Ministerpräsident Horst Seehofer der Öffentlichkeit vorgestellt.

